Erläuterungen zum Erlösungsweg im Christentum (I)


Gottes- und Menschenbild

Gott, die letzte absolute Wirklichkeit, Urgrund und Schöpfer allen Daseins, hat den Menschen nach seinem Bilde geschaffen (vgl. Gen 1,26f). In dieser Gottesebenbildlichkeit kommt die unmittelbare Nähe Gottes zum Menschen zum Ausdruck. Nach den Schöpfungserzählungen lebte der Mensch zu Beginn in einem Paradies, hatte aber noch keine Erkenntnisfähigkeit, d.h. er war sich dieser Nähe zu Gott gar nicht bewusst.


Der „alte Mensch“ – Ausgangspunkt des Weges

Für die Weiterentwicklung des Menschen war es deshalb notwendig, dass der Mensch dieses Paradies verlässt (vgl. Gen 3). Dabei erfuhr der Mensch sich als ein von Gott getrenntes Individuum, das sich auf sich selbst fixiert, als ein Mensch voller Wünsche und Begierden (vgl. z.B. Gen 4, Röm 7). Symbolisch ausgedrückt verlässt der Mensch sein Vaterhaus, vergisst seine Herkunft und verliert sich in weltlichen Begierden und Fixierungen (vgl. Lk 15,11ff: Gleichnis vom verlorenen Sohn).


Der Erlösungsweg

Der Erlösungsweg stellt nun symbolisch die „Rückkehr zum Vater“ dar. Ein Mensch, der sich auf diesen Weg begibt, erfährt eine grundlegende innere Verwandlung. Diese Verwandlung kann nicht aus eigener Kraft erreicht werden – „wie kann ich mich von mir selbst befreien“ – sondern wird im Verlauf des Weges von Gott bewirkt und ist deshalb – theologisch gesprochen – ein Gnadengeschenk.
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